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Home > Unterricht > Thematische Dossiers > Gewalt in der Schule > 
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Gewalt gegen Mitschülerinnen und Mitschüler
 
Der Jugenddienst der Kantonspolizei Zürich berät Lehrpersonen und Schulen, wie man sich im Falle von Gewalt oder sogar einem Amoklauf in der Schule verhalten sollte.

Bewertung von Drohungen
"Kann nicht klar ausgeschlossen werden, dass es sich um eine substanzielle Drohung handelt, muss stets so vorgegangen werden, als ob es sich um eine solche handelt."
(Dr. phil. F.J. Robertz / Dr. phil. R. Wickenhäuser)
 
Drohungen erkennen
 
Mentale Vorbereitung
ListenpunktMögliche Bedrohungssituationen durchspielen
Gedanklich und evtl. durch Gespräche mit anderen
ListenpunktInterner Massnahmenkatalog bei Bedrohungslagen
Beizug weiterer Lehrpersonen und/oder Schulleiter
ListenpunktZu welchem persönlichen Risiko bin ich selber bereit?
Eigene Einschätzung
 
Situation einschätzen
ListenpunktKeine unbedachten Handlungen!
ListenpunktRuhig bleiben!
ListenpunktGibt es körperliche Verletzungen bei den Schülern?
ListenpunktIst eine Eskalation der Gewalt zu erwarten?
ListenpunktHandelt es sich um eine Ausnahmesituation oder um eine wiederkehrende Situation?
ListenpunktWie könnte sie sich weiterentwickeln?
 
Drohungen begegnen
 
Gewalt unterbinden
ListenpunktRuhiges aber bestimmtes "Stopp! Aufhören!"
ListenpunktSituativ - nur im äussersten Notfall - körperliches Eingreifen der Lehrperson (wenn, dann weitere Lehrpersonen beiziehen)
ListenpunktEventuell Beizug der Polizei über Notruf 117
ListenpunktKontrahenten in getrennte Räume führen.
 
Initiative ergreifen
ListenpunktBlickkontakt herstellen
ListenpunktRuhig mit Angreifer sprechen
ListenpunktKommunikation aufrecht erhalten
ListenpunktNicht drohen oder beleidigen
ListenpunktKeine geringschätzigen Äusserungen
ListenpunktVerhalten kritisieren, aber nicht die Person selbst
ListenpunktKörperkontakt vermeiden - ausser man ist in der Überzahl
ListenpunktHilfe holen!
 
Vorbereitet sein: Vorbeugungsmassnahmen gegen Amok
 
Die Kantonspolizei Zürich in Zusammenarbeit mit der Deutschen Polizei empfiehlt neun Massnahmen für den Fall eines Amoklaufs. Diese Massnahmen dürfen auf keinen Fall mit den Schülerinnen und Schülern geübt werden!

Organisatorische Massnahmen:
 
Listenpunkt
Unterscheidbare Signale einrichten
Die Signale müssen Lehrpersonen deutlich anzeigen, ob sie das Gebäude räumen (z.B. Brand) oder sie in ihren Klassen verbleiben sollen (z.B. Amoklauf).
Listenpunkt
Geschützte Sammelplätze festlegen
Ein von der Schule nicht einsehbarer, offener Platz oder Halle (nicht der Schulhof!)
Strukturen werden geklärt: Wer - wohin?
Listenpunkt
"Verschluss-Sache Schule"
Haupteingänge müssen festgelegt werden
Nebeneingänge müssen für den Zugang von aussen geschlossen werden
Hausrecht muss festgelegt werden: Kein freier Zugang für Fremde!
Listenpunkt
Innere Gebäudesicherheit herstellen
Verschlussystem Klassenzimmer einrichten: Kein freier Zugang von aussen - freie Türöffnung von innen
Mögliche Rückzugsräume einrichten
Kein freier Zugang zu zentralen Räumen wie Sekretariat, Lehrerzimmer, Schulleitung etc.
Bewusstes Ansprechen schulfremder Personen
Verantwortungsbewusstsein schaffen (Meine Schule! Meine Klasse!)
Listenpunkt
Keine Weichenstellerfunktion
"Check-in" im Sekretariat
"Check-up" der Person und des Anliegens
Auskunft erst nach "Check-up"
Listenpunkt
Markierung als Orientierung
Markierung oder Bezeichnung der Eingänge
Markierung der Stockwerke
Markierung der Klassenzimmer (aussen und innen)
Listenpunkt
Übung gibt Handlungssicherheit
Aktualität des Krisenplans prüfen
Information an alle Mitarbeitenden über Abläufe
Funktionalität der Sammelplätze prüfen
Verschlusssystem Schuleingänge / Nebeneingänge prüfen
Verschlusssystem Klassenzimmer prüfen
Alarmsignaltöne prüfen
Ablaufplan prüfen und üben
 
Bei Amok-Warnung
 
Listenpunkt
Haussicherheit Schule
Alle Beschäftigten informieren
Handlungsanweisungen geben
Örtliches Polizeirevier verständigen
Aufmerksamkeit herstellen
Eingangskontrolle herstellen
Eingang nach Unterrichtsbeginn verschliessen (ausser Notausgang!)
Bei Verdacht Taschenkontrolle
Krisenteam zusammenstellen
Krisenplan vorbereiten
 
Im Amok-Fall - Schulleitung
 
ListenpunktLeitung übernehmen!
ListenpunktAlarm auslösen
ListenpunktInformationen sammeln
ListenpunktPolizei informieren auf 117
Wichtige erste Informationen für die Polizei bei einem Amok-Notruf:
Worin besteht die Bedrohung?
Beschreibung des Anfahrtswegs
Aufenthalt des Täters
Aufenthalt und Anzahl der möglichen Opfer
Angaben zum Täter
ListenpunktHandyverbot, Netz frei halten als Rückrufmöglichkeit
ListenpunktUnterlagen und Hausmeister bereit halten
ListenpunktEvakuierung nur auf Weisung der Polizei
ListenpunktTäterkontakt unbedingt vermeiden!
 
Im Amok-Fall - Lehrpersonen
 
ListenpunktLeitung übernehmen!
ListenpunktRückzug ins Klassenzimmer
ListenpunktKlassenzimmer abschliessen und verbarrikadieren
ListenpunktSchulleitung informieren
ListenpunktSicheren Raumbereich im Klassenzimmer aufsuchen
ListenpunktAnwesenheitsliste erstellen
ListenpunktZettel an Fenster anbringen (Raumnummer, Telefonnummer, Verletzte)
ListenpunktKontakt halten mit Schulleitung
ListenpunktTäterkontakt unbedingt vermeiden!
ListenpunktEvakuierung nur auf Weisung der Polizei!
 
Weblinks zum Thema
 
Externer Link"Kei Gwalt!" Kampagne der Kantonspolizei Zürich
Präventionskampagne, in der Mitarbeitende des Jugenddienstes der Kantonspolizei offen mit Jugendlichen über Gewalt diskutieren.
Externer Linktime4rolf - Website für Jugendliche der Deutschen Polizei
Das Beispiel dieser Bilder-Story einer Schulhausschlägerei und ihrer Folgen zeigt, was konkret passiert wenn ein Jugendlicher eine Straftat begeht.